Laer'scher Fußballclub 1906 e.V.

 

 

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 1923

 

 

 1927

 

 

 

 

 1931

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 1935

 

 

 

 

 

 

 

 

 1938

 

 

 

 

 1945

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 1949

 

 

 

 

 

 

 

 1956

 

 

 

 

 

1960

 

 

  

 1962

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 1964

 

 

 

 

 1965

  

 

 1966

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 1974

 

 

 

 

 

 

 1976

 

 

 


  1978

 

 

 

 

 

 

 1979

 

 

 

 

  

 1980

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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 1998

 

 

 

 

 

 

 1999

 

 

 

 

 

 

 2000

 

 

 

  

 

 2001

 

 


 2002

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 2004

 

 

 

  2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 2007

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahre 1906 gründeten unter schwierigsten Verhältnissen diese fußballfreudigen Jungen, zu denen Willi Börnke, Willi Funke, August Korte, Walter Langewiesche, Gustav und Heinrich Padtberg, Fritz Schulte, Paul Schuth und Albert Stuhldreher gehörten, den "Laerschen Fußballklub LFC". Zwischen Häusergruppen und in der abgelegenen Hemke bot sich die beste Gelegenheit, versteckt hinter den damals noch zu findenden Baumbestand Fußball zu spielen. Das erste gemeinsame Opfer des Taschengeldes dieser 12 - bis 14jährigen Jungen ergab die Anschaffung des ersten Fußballes. Im ersten Jahr der Vereinsgründung spielte man nur unter sich und veranstaltete in der Folgezeit sogenannte Fußballturniere, die bei einer Spielzeit von 20 Minuten oft einen ganzen Tag dauerten.

Im Jahre 1908 wurden bei solchen Turnieren sechs Meisterschaften errungen. Das erste Wettspiel, da im Havkenscheider Busch gegen "LFC" Langendreer, gleichfalls eine Schülermannschaft, stattfand, ging mit 1 : 3 Toren verloren. Zu dem inzwischen größer gewordenen Kreis der Fußballspieler kamen u. a. auch die Söhne des Bauern Schulte-Suntum, der uns einen Spielplatz auf seinem Grundstück zur Verfügung stellte. Einige Zeit später wurde der Platz in die Nähe des Güterbahnhofs Laer verlegt, bis der neue Sportplatz am Oelbach hergestellt war, der dem Verein in den Jahren bis zum Kriegsbeginn 1914 zur Verfügung stand. Vereinsheime waren die Gaststätte "Mutter Schulte" und anschließend die Gaststätte August Heckmann. Wenn in den Anfangsjahren die sportliche Bewegung noch ein lockeres Gebilde war, bekam sie allmählich Vereinscharakter. 1908 übernahm der unvergeßliche Emil Willich den Vorsitz des Vereins. 20 Jahre, mit geringer Unterbrechung, lag die Leitung in seinen Händen, und er war es, der dem Vereinsgeschehen in den folgenden Jahren mit viel Umsicht und Geschick maßgebliches Gepräge gab.

 

Im Jahre 1911 erfolgte die Aufnahme des Vereins in den Westdeutschen Spielverband. Im gleichen Jahre wurde der "LFC" nach einem mit 3 : 1 Toren gewonnenen Ausscheidungsspiel gegen Bommern Meister der C-Klasse und im nächsten Jahr in einem Ausscheidungsspiel gegen Buer-Erle auf dem Platz von Schalke 96, das mit 1 : 0 gewonnen wurde, Meister der B-Klasse. Im Jahre 1912 gewannen wir gegen die spielstarken "39er" mit 3 : 1 Toren und unterlagen ein Jahr später den Bückeburger Jägern mit 2 : 6 Toren. Das Spieljahr 1912/13 brachte uns durch das mit 1 : 0 Toren gewonnene Endspiel gegen Erle 07 in Schalke die Meisterschaft des Gaues Bochum/Hattingen. Maßgeblich beteiligt an dem Sieg war der hervorragende Torwart Müller, der im übrigen während seiner Spielzeit von 14 Elfmeter-Strafstößen nicht weniger als 11 unschädlich gemacht hat. Durch tragisches Geschick verlor der Verein im Jahre 1913 drei seiner besten Sportkameraden. Im Januar kamen bei einer Explosion im Pulverschuppen "Auf dem Kalwes" der erste Torwart Otto Bracht und dessen Bruder Franz zu Tode, und am 5. Mai erlitt unser aktiver Kamerad Wilhelm Balte während des Spiels gegen "LFC" Langendreer einen Herzschlag.

 

Der Beginn des Krieges 1914 unterbrach die hoffnungsvolle Entwicklung unseres "LFC". Nachdem der Spielbetrieb infolge Einberufung des größten Teils der Aktiven zunächst vollkommen ruhte, wurde im Jahre 1916 dank des Einsatzes von Benno Korte als Vorsitzenden und Fritz Heed als Spielführer unter kriegsbedingten Schwierigkeiten auf dem Sportplatz neben der katholischen Kirche in Altenbochum wieder aufgenommen. Vereinslokal war zunächst die Wirtschaft Hölken und kurze Zeit später die Gaststätte Feldhage.

 

Mit Beendigung des Krieges waren große Lücken in unseren Reihen zu verzeichnen.  Trotzdemscharrten sich die Getreuen um ihren Spielführer unverdrossen wieder zusammen, und in der ersten Versammlung in der Gaststätte Heckmann im Jahre 1919 wurde August Thias zum 1. Vorsitzenden und August Kraft zum Geschäftsführer gewählt, von denen letzterer später von August Sewing abgelöst worden ist. Auf dem Platz im Gemeindepark war bald wieder ein reger Spielbetrieb zu verzeichnen. Anläßlich eines großen Sportfestes verbunden mit der verspäteten Feier des 10jäh- rigen Bestehens, verloren wir den Fußballkampf gegen den Liga-Verein Recklinghausen mit 0 : 3 Toren. Im Herbst 1919 erfolgte auf Initiative des Hauptlehrers Funke der Zusammenschluß von Turnern und Fußballern zu der "Turn- und Sportvereinigung Laer 1887". Von der Deutsch-Luxemburgerischen Bergwerks-Aktiengegesellschaft wurde ein vier Morgen großes Gelände an der Zeche Dannenbaum gepachtet und zu dem bis zum letzten Kriege benutzen Sportplatz ausgebaut. Mit der Platzeinweihung 1920 war ein großes Bezirksturnfest verbunden, das das erste Großsportereignis in Laer wurde. Die Fußballmannschaft spielte gegen "TuS 1848" Bochum vor einer großen Zuschauerzahl. Wir wurden in die Liga-Klasse eingegliedert, und es begann die Zeit des stetigen Aufstiegs. Neben dem Fußballsport betätigten wir uns in der Leichtathletik. Eine Handballmannschaft, in der auch Fußballspieler des Vereins mitwirkten, war recht spielstark und erzielte gute Resultate u. a. gegen Düren 99 und Aachen, die in der höchsten Klasse spielten.

 

Im Jahre 1923 wurde die Sportehe mit den Turnern wieder gelöst und eine Interessengemeinschaft gebildet, die sich für beide Teile fruchtbringend auswirkte.

 

In den Jahren 1927 - 1929 traten Schwankungen in der Spielstärke der Mannschaften ein. Nach einem Abstieg in dem Spieljahr 1927/28 erfolge im nächsten Spiel jahr der Wiederaufstieg. In diese Zeit fallen die netten Kommerse nach den Spielen, die von den alten Strategen Robert Balte neben seiner spielerischen Tätigkeit geleitet wurden.

 

Im Jahre des 25jährigen Bestehens des "L.F.C." wurde die Fußballmannschaft, unter dem Vorsitz von Erich Bielfeld, Meister der 1. Bezirksklasse und somit der zweithöchsten Spielklasse im Deutschen Fußball. Die Gründe, die seinerzeit dazu führten, dem "LFC" den berechtigten Aufstieg in die damals höchste Fußballklasse zu versagen, sind den Fußballfreunden unseres Vereins bis heute unklar geblieben. Die Erörterungen dieses Themas kann denjenigen, die damals die Enttäuschung miterlebten, heute noch die Gemüter erhitzen. In unseren Reihen standen zu dieser Zeit bewährte Spieler, deren Namen weit über die Grenzen Bochums hinaus einen guten Klang hatten und vielfach die Bochumer Farben in Städtespielen vertraten, so u. a. Jakob Ratkowski, der 36 mal das Tor der Bochumer Stadtmannschaft hütete und sein größtes Spiel gegen eine schwedische Auswahl lieferte, das mit 3 : 2 Toren gewonnen wurde.

 

Leider war dieser Höhepunkt nicht von langer Dauer. Im Laufe der nächsten Jahre erreichte der Verein einen Tiefstand, für den mehrere Ursachen ausschlaggebend waren. In dieser schwierigen Lage übernahm Franz Gümpel die Vereinsführung, unterstützt als Geschäftsführer von Willi Halstenberg. In blindem Vertrauen, in Opferwilligkeit und Kameradschaft, nur das Wohl des Vereins im Auge, so standen Führung und Mannschaft als wirkliche Kameraden zusammen. Mit 18 Verlustpunkten nahm die 1. Mannschaft den Meisterschaftskampf auf und machte das Unmögliche möglich, sich 1935/36 in der Klasse zu behaupten. Das Vertrauen der Zuschauer wuchs ständig, und allmählich erhielt der Verein sein altes Ansehen wieder zurück.

 

Ende 1938 wurde vom Reichsbund für Leibesübungen der erneute Zusammenschluss von Turnern und Fußballern angeordnet. Den Vorsitz in der "Turn- und Sportgemeinschaft 1887/06" übernahm Otto Reinkenobbe, bei dem die Führung bis zum Erliegen des Sportbetriebes 1944 in guten Händen war.

 

In der über 50jährigen Geschichte der Fußballabteilung nehmen die Jahre 1945 bis 1956 ohne Zweifel einen breiten Raum ein. Die Schwierigkeiten verschiedener Art, die in den ersten Nachkriegsjahren überwunden werden mußten, waren unvergleichlich größer als nach dem 1. Weltkrieg. Aus dieser Zeit werden Erinnerungen wach, die von einer engen Verbundenheit und einer großen Opferfreudigkeit an Freizeit Zeugnis ablegen. Kaum waren 1945 die letzten Bombengeschwader am Horizont verschwunden, trafen sich einsichtige Männer in dem Bestreben, alle sportwilligen Kräfte in gemeinsamer Arbeit einzusetzen und die vor dem Kriege bestandenen Sportvereine und -gruppen zu einem Verein zu erfassen. Trotz der Schwere der Zeit, trotz der Wunden, die der Krieg in vielen Familien hinterlassen hatte, wurde der Kreis der Fußballfreunde immer größer, so daß bereits im Mai 1945 die erste außerordentliche Versammlung stattfinden konnte, die von über 70 Fußballfreunden besucht wurde. Der neugewählte Vorstand nach dem Kriege hatte gewaltige Aufgaben zu lösen. Der alte Sportplatz an der Zeche Dannenbaum warnicht mehr. Obwohl lediglich eine grüne Kluft zur Verfügung stand, wurde mit einer Jugend- und einer 1. Mannschaft der Spielbetrieb sehr bald wieder aufgenommen, zunächst nur auswärts, bis uns der Postsportverein in großzügiger Weise für die nächste Zeit seine Platzanlage für Heimspiele zur Verfügung stellte. 1947 waren wir gezwungen, unseren Spielbetrieb zum Sportplatz "Am Pappelbusch" zu verlegen.

 

Unermüdliche Energie, selbstlose Hingabe und grenzenlose Geduld haben jene Männer aufwenden müssen, die sich für die Schaffung der Sportplatzanlage an der Havkenscheider Straße eingesetzt haben. Es war ein stolzes Ergebnis, als wir am 21. August 1949 den Sportplatz einweihen konnten, der inzwischen noch durch den Bau von Wasch- und Umkleideräumen schöner und brauchbarer gestaltet worden ist. Fritz Padberg war an diesen Dingen maßgeblich beteiligt. Wechselvoll war der Weg, den der Sportverein Laer über freudige Hoffnungen und entmutigende Enttäuschungen nach dem Kriege gegangen ist.

 

Nachdem wir 1946/47 in der ersten Kreisklasse vertreten waren, mußten wir den bitteren Weg des Abstiegs gehen, erreichten aber bereits im nächsten Spieljahr den Wiederaufstieg in die erste Kreisklasse, der wir bis zur Spielzeit 1952/53 angehörten. In zwei Spielen gegen "Preußen 07" wurden wir Kreismeister und stiegen erstmalig nach 1945 in die Bezirksklasse auf, der wir auch angehörten, als 1956 die Sportehe mit den Turnern wieder gelöst wurde.

 

Nach erneutem Abstieg im Jahre 1960 gehörten wir in den folgenden Jahren zu den führenden Mannschaften der ersten Kreisklasse. Nach Abschluß der Meisterschaftsspiele 1960/61 hatten wir in der Gruppe Bochum/Witten mit nur einem Punkt hinter Herbede den 2. Tabellenplatz und in der nächstjährigen Spielzeit den 5. Tabellenplatz erreicht.

 

Im vergangenen Spieljahr 1962/63 waren wir vom 1. Sonntag an ständiger Tabellenführer und wurden Gruppenmeister. Erfreulicherweise konnte auch die 2. Mannschaft den Gruppensieg erringen. Wir wollen uns über den Wiederaufstieg in die Bezirksklasse aus vollem Herzen freuen. Unsere Erfolge sollen aber auch verpflichtend sein, in unseren spielerischen Leistungen nicht nachzulassen. Die meisten Spieler sind jung und können noch lange aktiv bleiben. Die Leistungen und Erfolge unserer Jugend berechtigen ebenfalls zu schönsten Hoffnungen. So können wir mit Zuversicht in das neue Spieljahr gehen und uns bemühen, durch intensive Trainingsarbeit,die in den Händen unseres bekannten Spielers Manfred Spönemann liegt, auch in der Bezirksklasse einen achtbaren Platz erreichen.

 

Nachdem wir im Spieljahr 1962/63 in die Bezirksklasse aufgestiegen und im Spieljahr 1963/64 in der Sauerland-Gruppe einen beachtlichen Platz in der Spitzengruppe erringen konnten, war das Spieljahr 1964/65 nur im Anfang sehr gut. Am Ende jedoch ließ unsere junge Mannschaft sehr nach und mußte im letzten Spiel gegen Gevelsberg einen Sieg erringen, um den Klassenverbleib zu sichern. Wir schafften jedoch nur ein Unentschieden, was den Abstieg in die Kreisklasse bedeutete.

 Im Spieljahr 1965/66 belegten wir bedingt durch Strukturwandlungen im Ortsteil Laer und damit verbundene Spielerabmeldungen nur einen Mittelplatz in der ersten Kreisklasse.

bis 1970 beginnt Heinrich Hahne nach 1963/1964 bereits seine zweite Amtszeit  als Vorsitzender. Auch 1972/73 stellt er sich zum dritten Mal den Herausforderungen als 1.Vorsitzender. Sein unermüdlicher Einsatz prägte den Verein in dieser Zeit nachhaltig. Seit dem fünfzigsten Bestehen haben sich noch folgende Sportkameraden der Verantwortung des 1. Vorsitzenden gestellt: Karl Winkler, Ewald Groß, Hans Kuhar, Heinz Althaus und Hugo Henne.

Nachdem Heinrich Hahne seine letzte Amtszeit als Vorsitzender des L.F.C. Laer beendet hatte, widmete er sich noch weitere Jahre - in verantwortlicher Position - der Jugendarbeit im Verein. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Heinrich Hahne zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Bis zum Spieljahr 1970/71 belegten wir mit der Senioren-Mannschaft in der 1. Kreisklasse durchweg gute Mittelplätze. Durch großes Verletzungspech unserer Torhüter (wir spielten mit Brämer, Bethke, Hirschmann, Knop und Althaus) mußten wir im Spieljahr 1971/72 in den sauren Apfel beißen und in die 2. Kreisklasse absteigen.

 In den Jahren 1972/73 und 1973/74 spielten wir jeweils um den Aufstieg in die 1. Kreisklasse, ohne jedoch dieses Ziel zu erreichen.

Die Spielzeit 1974/75 war wenig erfolgreich, da durch das Ausscheiden einiger älterer Spieler Lücken entstanden, die durch jüngere Spieler nicht gefüllt werden konnten. 1975 Verheißungsvoll begann die Saison 1975/76. Nach Ende der 1. Serie standen wir punktgleich mit dem SV Vöde auf dem 1. Tabellenplatz. Durch Verletzungspech in der 2. Serie belegten wir am Ende den 4. Platz.

 In diesem Spieljahr konnte nur mit sehr großen Mühen der Abstieg aus der II.Kreisklasse abgewendet werden. Vielleicht hatte auch die Sanierung im Bereich Laer ein wenig Schuld an dieser negativen Bilanz. Es wurde erkannt, der Jugendarbeit in verstärktem Maße Aufmerksamkeit zu schenken.

Manfred Berens wurde als Spielertrainer verpflichtet, und schon hatte der Vorstand die Weichen gestellt, um sportlich wieder das zu erreichen, was den LFC in der Vergangenheit so ausgezeichnet hatte. Nach Ablauf des ersten Spieljahres konnte ein 5. Tabellenplatz erreicht werden.

 

Im Mai 1978 wurde die neue Rasensportanlage durch Herrn Oberbürgermeister Eikelbeck eingeweiht. Dieser Tag, an dem ca. 1.000 Zuschauer den Weg zur Platzanlage fanden, wird wohl allen noch lange in positiver Erinnerung bleiben. Darüber hinaus war das Jahr 1978 überaus erfolgreich für unseren Verein. Während die Senioren 1978 die Herbstmeisterschaft erringen konnten und 1979 über eine Ausscheidungsrunde den Aufstieg in die I. Kreisklasse schaffte, fruchteten auch die Bemühungen im Jugendbereich und die A-Jugend und D-Jugend konnten den Aufstieg in die jeweilige Kreisleistungs-klasse schaffen.

 Die Vielzahl der Spieler im Altherrenbereich machte die Gründung einer Altliga erforderlich. Die 1. Mannschaft wartete im ersten Spieljahr in der Kreisliga A durchweg mit guten Leistungen auf und konnte hier im Schnitt einen Tabellenplatz im oberen Drittel halten; manchmal sogar noch mit der Möglichkeit einen Aufstiegsplatz zu erreichen. Dies wäre jedoch für uns alle eine etwas zu hohe Erwartung gewesen. Nach Abschluß der Serie 1980 konnte ein beachtlicher fünfter Tabellenplatz erreicht werden.

 

Der Jugendschulungsraum wurde fertiggestellt. Es war kein leichtes Jahr, aber es ist doch eine Menge geschehen, um Grundlagen für die Zukunft des Vereinslebens zu schaffen. Sichtbarer Ausdruck waren der 3. Tabellenplatz der 1.Mannschaft in der Kreisklasse A sowie der Aufstieg der B-Jugend in die Kreisleistungsklasse. Nicht zuletzt die vielen Aktivitäten im Jubiläumsjahr, die ihren Höhepunkt mit der 75-Jahr-Feier am 12.09.1981 im Brühmann Haus in Werne hatte.

 

Die Jahre 1981 bis 1986 zählen mit zu den erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Die kontinuierliche und beständige Vereinsarbeit führte schließlich zu einer so großen Akzeptanz des L.F.C. , daß zwischenzeitlich eine 3. Senioren-Mannschaft zu Meisterschaftsspielen gemeldet werden konnte (mußte!). Die üblichen Turbulenzen innerhalb eines Vereinslebens wurden noch durch die Mitwirkung des Finanzamtes übertroffen. Eine für den damaligen Vorstand unvorhersehbare Steuerschätzung über die vorangegangenen 10 Jahre und führte schließlich zu einer Gewerbe-, Körperschafts- und Umsatzsteuer- Nacherhebung von rd. 15.000 DM. Es hat über drei Jahre gedauert, bis dieser "harte Brocken" erwirtschaftet und "verdaut" werden konnte. Umso erfreulicher entwickelten sich die Jugendmannschaften, insbesondere A- und B- Jugend. In diese Zeit viel dann auch die Einrichtung eines "Internationalen A-Jugend-Pfingstturniers", das zunächst lediglich als Verabschiedung der Jugendlichen, die in den Seniorenbereich wechselten, geplant war. Im Verlauf der folgenden Jahre wurden diese Turniere allerdings zu einem festen Bestandteil der Veranstaltungsplanung im Bochumer Osten. Die 1. Mannschaft setzte kontinuierlich ihre Entwicklung fort. Sie wuchs im Verlaufe der Spielzeiten zu einem aus erfahrenen und jungen Spielern geformten einheitlichen Gebilde zusammen. Vereinzelte Ab- und Zuwanderungen am Saisonende führten beständig zu einer Leistungssteigerung. Die nachwachsenden Jugendlichen wurden in optimaler Weise integriert. Nachweise hierzu lieferten die oberen Tabellenstände zum jeweiligen Saisonende; nur der Aufstieg schien -als unerreichbares Ziel- nur in den Wünschen aller Beteiligten möglich zu sein.

 

-Bis zum Saisonende 1985/86- es schien, als habe man nur auf die beiden jüngsten, der bis dahin erfolgreichsten Jugendmannschaften in Laer gewartet. In dieser Konstellation stimmte die Mischung, aus der Meister gemacht werden. - Und dann war es soweit! Ein Spieltag vor Saisonende, an der Havkenscheider Straße, gegen den SC Altenbochum (mit dem früheren "Aufstiegstrainer") war es endlich geschafft - die Bezirksliga! Die anschließend über Pfingsten in einem Festzelt und auf der gesamten Platzanlage stattfindende 80-Jahr-Feier zog sich über die “vollen” drei Tage hin. Nachdem die Feierlichkeiten dem schlichten Alltag gewichen waren, kehrte auch die übrige Realität wieder zurück.

Mitgliederversammlung! Da stieg der eigene Verein nach 25 Jahren wieder in die Bezirksliga auf, aber ehrenamtliche Mitarbeit, Besetzung von Vorstandspositionen, Fehlanzeige! Mehrere informelle Treffen und Sitzungen waren erforderlich, damit zum Saisonbeginn beim Bezirksliga-Aufsteiger ein Vorstand mit Michael Lagemann, Reinhard Werbeck, Lothar Brämer, Heinz-Günter Hilker und Karl Wagner zur Verfügung stand.

Die guten Leistungen und der Aufstieg machte eine Reihe von Spielern auch für andere Vereine interessant, so daß in unserer ersten Bezirksliga-Saison bereits vier "Aufsteiger" bei anderen Vereinen spielten. Mit neuen Spielern den Guß der Vorsaison wiederherzustellen war unmöglich, dennoch konnte im ersten Bezirkliga-Jahr die Klasse knapp erhalten werden. Mit der Saison 87/88 verließen weitere drei Spieler den Verein; somit war der halbe Stamm der Aufsteiger verloren; gleichwertiger Ersatz war nicht zu erhalten und der Nachwuchs war dieser Belastung erst recht nicht gewachsen; Ergebnis: Abstieg! Die weitere Entwicklung hat gezeigt, daß es abwärts doch schneller geht als aufwärts. Die Enttäuschung des Abstieges noch nicht verwunden, weitere Spieler verloren, Fehl-"Einkäufe", Abmeldungen zu den Alten-Herren (die naturgemäß mehrfach aufgehoben wurden) und Verletzungspech endeten schließlich am Ende der Saison in der Kreisliga B. Der Wille war da, aber das Fleisch zu schwach, so daß der direkte Wiederaufstieg in der nachfolgenden Saison scheiterte.

 

Neuaufbau! Auch die Jugendabteilung blieb von stärkeren Turbulenzen nicht mehr verschont. Es war nicht mehr selbstverständlich, daß im L.F.C. sämtliche Jugendmannschaften gemeldet werden konnten. Schließlich wurde auf dem Vereinsjugendtag der gesamte Jugendvorstand ab- und neugewählt. Der Vorstand und die Verantwortlichen in den Abteilungen erblickten ein neues Ziel; den Bau eines Vereinsheimes. Die überwältigende Mehrheit der Mitgliederversammlung gab dem Vorstand den Auftrag, die Voraussetzungen, Planungen und Kosten zum Bau eines Vereinsheimes zu ermitteln und bei der folgenden Mitgliederversammlung ein realisierbares Konzept vorzulegen. Es wurde ein Jahr der Erkundungen, Befragungen, Besprechungen und Vergleiche mit anderen Vereinen. Eine Mitgliederbefragung zur Feststellung unseres Pontentials an verfügbaren Handwerkskräften ergab eine erschreckend geringe Zahl an Hilfswilligen, so daß an die Berücksichtigung von Eigenleistungen (als wesentlichen Beitrag zur Kostensenkung) bei der Bauausführung nicht zu denken war. Bedingt durch die Deutsche Wiedervereinigung änderten sich auch die Bedingungen der Zuschußgewährung des Landes. Als Ergebnis konnten eine Menge Papier, Zahlen und Erkenntnisse vorgelegt werden, die allerdings keine Chance der Realisierung hatten.

 

Die 1. Mannschaft behielt noch genügend positive Ernergie für die Saison 90/91, so daß punktuelle Verstärkungen ausreichten, nach einem im großen und ganzen gesehen überzeugenden Verlauf der Saison den Wiederaufstieg in die Kreisliga A zu schaffen. Die letzten Jahre verginnen mit durchschnittlichen Ergebnissen im Mittelfeld, in denen zeitweilig nach einigen Serienerfolgen immer wieder Hoffnungen nach größeren Zielen geweckt wurden. Allerdings mußten solche Erwartungen aufgrund der sichtbaren Unbeständigkeit regelmäßig zurückgestuft werden. Der Vorsitz im Vorstand ist zwischenzeitlich von Wolfgang Spillmann auf Siegmar Schlegel übergegangen.

 

Das Jahr 1994 stellte für Helge Schneider und Werner Voigt wahrscheinlich die größte Belastungs- und Bewährungsprobe innerhalb ihrer Vereinszugehörigkeit dar. Verschiedene Umstände im und um den Jugendbereich führten schließlich dazu, daß sie allein von einem vormals fünfköpfigen Jugendvorstand übrig blieben und die Geschicke der Abteilung allein "meistern" mußten. Zahlreiche Bemühungen der sonstigen Verantwortlichen führten zu keiner kurzfristigen Verbesserung. Seit März 1995 existiert allerdings wieder ein vollständiger Jugendvorstand; ebenfalls gehört der L.F.C. wieder zu den wenigen Vereinen, die sämtliche Jugendmannschaften “besetzt” haben.

 

Nach dem Abstieg der ersten Mannschaft in die Kreisliga B erfolgt ein Führungswechsel im Vorstand. Michael Wieser, bisher Geschäftsführer der Altherren-Abteilung wird zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ihm folgt an seiner Seite Winfried Korneffel als 2. Vorsitzender.

Als eine der ersten Amtshandlungen des neuen Vorstandes wird Stephan Kosel zum Trainer der ersten Mannschaft ernannt, mit dem Ziel der sofortigen Rückkehr in die Kreisliga A. Die Zeit wird zeigen, dass beide 10 Jahre später in gleicher Funktion immer noch im Amt sein werden. Neuer Leiter der Altherren-Abteilung wird Peter Lemke. Auch er, stetig unterstützt von Peter Feldmann, wird 10 Jahre später immer noch die Geschicke dieser Abteilung leiten.

Scheiterte man in 1997 noch in der Aufstiegsrelegation zur Kreisliga A, so konnte sich die 1. Mannschaft im zweiten Anlauf als Tabellen-Zweiter für die Aufstiegsrelegation abermals qualifizieren und diesmal auch souverän durchsetzten.

Es beginnen erste Investitionen in die Infrastruktur des Vereines. Auf der unteren Platzanlage wird ein neuer Verkaufsraum gebaut, zusätzlich ausgestattet mit Sanitär- und Umkleide-kabinen. Der Rückgang der Jugendabteilung schreitet leider weiter voran. Es fehlt einfach an fähigen, ehrenamtlichen Mitstreitern.

Ein Glücksfall für den Verein. Dem Hauptvorstand gelingt es Karl Kosel als neuen Jugendleiter zu gewinnen. Ihm zur Seite stellt sich Thorsten Hermichen als sportlicher Leiter der Jugend-abteilung. Es beginnt ein Aufschwung, der noch lange anhalten soll.

Sicher einer der wichtigsten Momente in der fast 100-jährigen Vereinsgeschichte. Die Mitgliederversammlung gibt grünes Licht zum lange ersehnten Bau einer Jugendbegegnungsstätte. Im Sommer 2000 beginnen die Bauarbeiten unter Leitung von Günter Hermichen. Und damit die ersten Weihnachtsfeiern im eigenen „Haus“ über die Bühne gehen können, legen sich die Mitglieder – immer wieder angetrieben und motiviert von Karl Kosel und Günter Hermichen - mächtig ins Zeug. Und dann konnten die Feiern kommen!!!!!!!

Gleichzeitig erlebt die Jugendabteilung einen stetigen Mitgliederzuwachs. Der ersten Mannschaft gelingt es zum zweiten Mal in Folge den Abstieg zu verhindern.

Die kontinuierliche Vorstandsarbeit auf allen Ebenen beginnt sich langsam auszuzahlen.

Die 1. Mannschaft festigt sich in der Kreisliga A und die 2. Mannschaft feiert unter Trainer Peter Rösler den Aufstieg in die Kreisliga B. In dieser Klasse kann sie sich bis zum heutigen Tage behaupten.

Erster Wechsel seit 1996 auf Vorstandsebene. Winfried Korneffel scheidet nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand aus. Ihm folgt als 2. Vorsitzender Thorsten Hermichen - zum 3. Vorsitzenden - an der Seite von Michael Wieser wird Peter Rösler gewählt.

Michael Zwerschke, schon länger unermüdlich im Jugendbereich tätig, wird neuer sportlicher Jugendleiter an der Seite von Karl Kosel. Diese Vorstandsmitglieder, unterstützt von Michael Lagemann als Hauptkassierer, leiten übrigens bis heute unermüdlich die Geschicke des Vereins.

Der in 2003 gefasste Entschluss, eine neue Tribüne zu bauen, wird in die Tat umgesetzt. Der „Laer’sche Hexenkessel“ entsteht. Gerade rechtzeitig mit einer immer erfolgreicher spielenden 1. Mannschaft.

Die Jugendabteilung blüht weiter auf und zählt inzwischen mehr als 150 Kinder. Diverse Aufstiege zeugen von professioneller Arbeit. Trotz engagierter Arbeit von Peter Lemke und Peter Feldmann entwickelt sich die Altherren-Abteilung langsam zum Sorgenkind des Vereins. Es fehlt der „Nachwuchs“?!?! Wolfgang Spillmann - ehemaliger Vorsitzender des Hauptvereines- stellt sich den beiden zur Unterstützung zur Seite.

Der Laer’sche Förderkreis wird gegründet. Ein weiterer wichtiger Baustein um den Verein auch über das Jahr 2006 hinaus perfekt auszurichten. Inzwischen zählt er fast 20 Mitglieder, Tendenz erfreulicherweise steigend.                         

 

Genau zum Jubiläum steigt die erste Mannschaft nach einem viel umjubelten Auswärtsieg in Witten-Bommern am 10.04.2006 nach 18 Jahren wieder in die Bezirksliga auf. Angeführt vom Mannschaftskapitän Thomas Klör entwickelt sich der letzte Spieltag zu einem reinen Freudenfest. Die Mannschaft gibt alles um nach dem Aufstieg auch die Torjägerkrone nach Laer zu holen. Vier Tore von Goalgetter Michael Rehder sollten dann letztendlich reichen, um mit 33 Treffern den Pokal und das 100 l Fass Fiege nach Laer zu holen.

                              Der Hexenkessel brodelt  ! ! ! ! ! !

Das Glück perfekt machte eine Woche zuvor die B- Jugend mit dem Aufstieg in die 2 Kreisjugendliga. Ein starker Jahrgang, ist es doch bereits der dritte Aufstieg, den Michael Zwerschke mit „seiner“ Truppe feiern kann. Die tolle Arbeit der gesamten Jugendabteilung wird hierdurch auch noch einmal unterstrichen.

Laer hat schwarz weiß geflaggt und ist in der richtigen Stimmung: 

Mit großem persönlichem Engagement und Stolz setzten die Mitglieder die umfangreiche Vorbereitungsarbeit zur Jubiläumswoche im August fort. Trotz der Mühe -die man ihnen ansehen konnte- sah man auch stets in freundliche Gesichter, die den Erfolg des Frühjahrs in sich trugen. Selbst einzelne heftige Regenschauer konnten in der Jubiläumswoche die Stimmung nicht "verdunkeln" und der 19. August 2006 gab alles, was man an einem solchen Tag braucht: Sonne - fröhliches Beisammensein auf der gesamten Platzanlage - Anerkennung durch Nachbarvereine, Freunde des Vereins, Fachverbände und öffentliche Einrichtungen -  Alles einfach Super !
Das "die Erde sich seit April einfach nur weitergedreht hat" machte der Herbst dann für alle wieder offensichtlich. Die Hälfte der Aufstiegsmannschaft nahm auf verschiedene Weise Abschied vom Meisterschaftsbetrieb im L.F.C. - Karriereende - Alte Herren - Jugendtrainer und auch Vereinswechsel. Brauchbare Räumlichkeiten für einen Jubiläumsball wurden (noch) nicht gefunden. Der Tabellestand nach der Hinserie spiegelte sich nunmehr in besorgten Gesichtern wider.


In der Jahreshauptversammlung am 23.02.2007 stellten Michael Wieser und Heike Steigersdorfer "ihre Ämter" zur Verfügung. Neuer Vorstand wurden Thorsten Hermichen, Peter Rösler und Frank Gisselmann, Monika Wieser neue Geschäftsführerin. Ihre erste Aufgabe war es, den zwischenzeitlich eingestielten Jubiläumsball im März auszurichten und zu gestalten. Da sich alle teilnehmenden Mitglieder noch einmal der Freude von vor 10 Monaten hingaben, wurde er auch nach dieser langen Distanz zu einem großen Erfolg. Sportlich, bezogen auf die 1. Mannschaft, war zwei Monate später der befürchtete Abstieg eingetreten.

Mit dem Schwung von vier neuen Vorstandsmitglieder und Kräftigung der Zusammenarbeit mit der Jugend konnten weitere Einbrüche bei den Senioren verhindert werden. Getreu einem alter Schlager "mit 17 fängt das Leben erst an" suchen immer mehr "A-Jugendliche" diesen Anfang außerhalb des Sportplatzes - das "Nachwachsen" von Seniorenspielern wird immer schwieriger, die Lücken und Anforderungen für "B-Jugendliche" werden zu groß um ausreichendes Potential im Aufbau zu halten.


Gründung eines regelmäßigen Stammtisches - Winfried Korneffel -auch Gründungsmitglied des Förderkreises- versammelte zunächst einige seiner früheren Mitspieler um sich; schnell wuschs die Runde zur "Mannschaftsstärke" heran.

Mit dem Ruhestand der Eheleute Neuhaus hat der Vorstand mit der Stadt einen Geschäftspartner Vertrag über die Unterhaltung der Sportplätze und Kabinen geschlossen. Seitdem entscheidet der Vorstand über die Bespielbarkeit der Plätze, ist aber auch für den ordnungsgemäßen Zustand der "Verkehrsflächen" im Innenbereich und für die direkte Zuwegung verantwortlich. Hierfür zahlt die Stadt einen Anteil der bisherigen Platzwartkosten und einen Pauschalbetrag für Strom und Heizung für Wohnung, Umkleide und Duschen.

Diese Herausforderungen führen im Oktober 2009 zu weiteren Veränderungen in der Vorstands- und Jugendarbeit. Peter Rösler wird 1. Vorsitzender und Michael Zwerschke Jugendleiter. Karl Kosel nimmt den Platz von Michael Wieser, der nach dem Tod von Günter Hermichen -Mitte 2008- den Vorsitz des Förderkreises übernahm, ein. Die sportlichen Anforderungen gestalten sich nach wie vor schwierig. In den abgelaufenen Jahren seit 2000 hat sich die Anzahl der privaten Computer in den deutschen Haushalten verdoppelt; die "nebensportliche" Zerstreuung von Jugendlichen hierdurch, die wachsende Zahl von Handys sowie eine "Über-schwemmung" mit TV-Fußball tragen mit dazu bei, die Belastungen in den Amatuervereinen insgesamt zu verstärken; erste gemischte Mannschaften aus verschiedenen Vereinen sind bereits gemeldet. Auch Fusionen von direkten Vereinsnachbarn in größeren Ortsteilen werden geschlossen.


In dieser schwierigen Phase erhält der Vorstand Mitte 2012 die Nachricht, dass der Verbleib unseres Sportplatzes an der Havkenscheider Straße "ENDLICH" sei und einer Wohnbebauung weichen muss. Gegenüber des Friedhofes "In der Feldmark" soll im Bereich der "NS7" als Ersatz ein Sportpark entstehen. Innerhalb weniger Jahre -wegen der geplanten Wohnbebauung im Bereich der Immanuell-Kant-Str.- bereits der Hartplatz als Reservoir für abgeleitetes Niederschlagswasser in Anspruch genommen werden. Bis zur endgültigen Inanspruchnahme der oberen Platzanlage ist über 15 Jahres ein Kunstrasenplatz vorgesehen. Vorstand, Mitglieder, politische Vertreter aus Laer in Bezirks- und Stadtparlament wehren sich in der Folgezeit in mehreren Aktivitäten und Versammlungen gegen eine Verlagerung des L.F.C. aus dem Ortsteil.
In diese Zeit fällt auch - nach mehreren Jahren der "erfolgreichen" Abwehr- der Abstieg der zweiten Mannschaft in die Kreisliga C und der Ersten in die Kreisliga B. Gleichzeitig beginnt am anderen Ende der Altersskala eine Erfolgsgeschichte: die Mädchen im Grundschulalter gewinnen mehr und mehr an Zuwachs und die Arbeit mit den Jungen führt zu aufstiegen in den Jugendklassen. Die Mannschaftsbildung im Alter ab 14 Jahre bleibt weiterhin ein Problem um eine nachhaltige Meisterschaftsteilnahme zu gewährleisten.

Das Ringen um unsere Sportplatzanlage wird in größeren Abständen fortgesetzt. Zunehmend wird über die Zweckmäßigkeit einer "Kunstrasen-Übergangszeit" an der Havkenscheider Str. diskutiert mit dem Ergebnis, bereits über zukünftige dauerhafte Standorte nachzudenken -aber keinesfalls- In der Feldmark !
Opel schließt endgültig - der bisherige Neuwagen-Parkplatz an der Alten Wittener Str. unterhalb der Bahnlinie könnte eine solche Fläche darstellen. Gesagt, protokolliert, aber weinige Monate später müssen Flüchtlinge auch im Ortsteil Laer aufgenommen werden und die einzige verfügbare Fläche ist dieser ehemalige Neuwagen-Parkplatz. Innerhalb kürzester Zeit wird eine Erstaufnahme-Einrichtung erstellt und die Fläche auf Jahre für ungewisse weitere derartige Anforderungen reserviert.
Der L.F.C. setzt sich -wie weitere Gruppen- im Ortsteil dafür ein, den eintreffenden Flüchtlingen Unterstützung bei ihrem Aufenthalt zu gewähren. So finden im Vereinsheim und im "Wohnhaus" Deutschkurse statt. Udo Erdmann, Winfried Korneffel und Wolfgang Spillmann richten in einem "Willkommen-Projekt" um und gemeisam mit dem VfL für freitags eine "Trainings-Freizeit" auf der Platzanlage ein, die über zwei Jahre bis zur Auflösung der Erstaufnahme-Einrichtung bestand hatte.

- Die erste Mannschaft musste feststellen, dass sie auch ihre eigene Rückrunde unterschätzt hat, denn sie verpaßt -gerade wegen unvorhergesehener Ergebnisse der anderen Mannschaften - nur um 1 Punkt die Ausscheidungsrunde zum Aufstieg.
Andererseits gelingt es dem Vorstand -nach 20 Jahren- den VfL wieder zu einem Gastspiel an der Havkenscheider Str. zu bewegen.
Die Veranstaltung am 07. Juli geriet zu einem "vollen Erfolg" ! - Unsere Sportanlage war zum 110. Vereinsjubiläum nach langer Durststrecke wieder fröhlich, bunt gefüllt. In den darauffolgenden zwei Wochen war der L.F.C. fast täglich mit Bildern der Veranstaltung in den Zeitungen.
Leider verliert der L.F.C. im selben Monat mit Karl Wagner auch eines seiner getreuesten Mitglieder! -und folgt vielen ebenfalls bekannten Vereinspersönlichkeiten die seit dem 100. Jubiläum gegangen sind.

Der Jugenabteilung gelingen weitere Erfolge in der Führung und Verstärkung der jüngeren Jugendmannschaften, der Zuwachs bei den Mädchen hält weiter an ! - die unbefriedigende Situation in den beiden oberen Jugendjahrgängen hält trotz aller Mühe weiter an.
In der Jahreshauptversammlung im September muß Peter Rösler aus gesundheitlichen Gründen seinen Vorsitz an Michael Zwerschke übergeben, Martin Grofik übernimmt die Geschäftsführung von Monika Wieser.

Nach mehreren Monaten der "Sprachlosigkeit" bezüglich einer neuen Sportanlage wird der Vorstand im Januar 2017 zu einem Gespräch beim "neuen" städt. Baudezernenten gebeten. Die Planungsverwaltung hat einen vormals als ungeeigneten (Vorstands-)Standort für unsere Platzanlage "ausgemacht" - und zwar am Werner Hellweg, zwischen Sudbeckenpfad und A 43. Nach mehreren Gesprächsterminen darüber was die Anforderung "Ersatzanlage" im engeren Sinne bedeutet (zwei Spielflächen, Xm2 Umkleide und Duschen männlich wie weiblich, Vereinsheim und Tribüne), legt die Planungs-verwaltung im August 2017 einen Bebauungsplan-Entwurf für das betreffende Gelände auf. Im Oktober wird eine erste Gestaltungplanung zur Einsicht vorgelegt - bis Silvester ist das "Ringen" um die zweite Spielfläche noch nicht beendet.

 

Eigentlich, irgendwann im vorigen Jahrhundert als lustiger Spruch gedacht : " Mir nach - ich folge  Euch "

- wird dem Vorstand in einem Gespräch im Juni im Rathaus mitgeteilt:

das die errechneten Baukosten und Aufwendungen in die Infrastruktur -einschließlich Verkehrssicherung- von rd. 7 Mio. Euro für die geplante Anlage am Werner Hellweg "für einen Verein" nicht zu "vermitteln" sind. -

dafür werde aber auf die Absichten der Wohnbebauung auf dem Sportplatzgelände verzichtet und der L.F.C. Laer behält "seinen Platz" an der Havkenscheider Strasse 31 ! ! !

Die Vorstandsmitglieder blieben gefaßt, obwohl in Jedem ein Vulkan der Begeisterung aufstieg. Die öffentliche Berichterstattung haben wir in der Seite "Neue" Platzanlage abgelegt. Die Mühlen der Verwaltung mahlen im Hintergrund weiter und im November bittet Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke um ein Gespräch mit dem Vorstand bei uns im Vereinsheim, in Begleitung der Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche und Stephan Kosel als Stadtverordneter.

Fazit des Gespräches: Beginn des Umbaus des Sportplatzes in eine Kunstrasen-Sportanlage mit Trainingslicht nach Abschluß der Spielzeit 2018/19 mit gleichzeitiger finanzieller Unterstützung des Vereins zur Sanierung der Gebäude und der weiteren Außenanlage......

 

G l ü c k   a u f     L . F . C .   !

 

L. F. C. LAER 06 E.V. | Havkenscheider Str. 31 | 44803 Bochum